Leuchtturmmord

von Katharina Peters
atb Aufbauverlag
2016
Ebook: 7,99

INHALT

Ermittlerin Romy Beccare folgt den Spuren eines Mordes an einer jungen Frau, der Mutter von zwei Kindern. Zuerst ist der Ehemann unter Verdacht, aber bald schon stößt sie auf Seltsames im Bekanntenkreis der Ermordeten: nur noch einer lebt, während alle anderen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen.

Auch Romys Partner, Jan, und die Kollegin Olivia kommen nicht zu kurz – den nicht nur dieser eine Mord beschäftigt die Rügener Polizei, sondern auch mehrere tote Boxer und die illegale Kampfszene, in der die Lokalprominenz zuhause zu sein scheint.

KOMMENTAR

Der „Leuchtturmmord“ ist nun schon Romy Beccares fünfter Fall, jedoch macht sich dies in der Handlung des Buches für diejenigen, die nicht mit dem Rest der Reihe oder nur mit einigen der Bänden vertraut sind, nicht weiter bemerkbar. Die Polizeiermittler sind so gestaltet, dass man schnell viel über sie erfährt und so rasch mit ihnen vertraut werden kann; gleichzeitig liegt hierin auch der Wiedererkennungswert für diejenigen, die die ersten vier Rügenkrimis schon verschlungen haben. Darüber hinaus gibt es immer wieder Kapitel, die aus Sicht des großen Kreises an Verdächtigen geschrieben sind, so dass man als Leser mehr erahnen kann, als die Polizei in einem Moment weiß, und so selbst mitspekulieren kann.

Wer auf große Action hofft, wartet leider vergeblich auf einen Showdown. Meiner Meinung entstand die Spannung im Buch eher durch das, was an Nebenschauplätzen zwischen den Verdächtigen, im Boxermilieu oder an Zwischenmenschlichem auf Ermittlerseite geschah. Was das Regionale angeht, muss ich sagen, dass ich schon andere Krimis gelesen habe, in denen Rügen mehr im Vordergrund stand, während ich hier eher den Eindruck hatte, dass einfach Orte und ein Leuchtturm genannt werden, damit man das Buch noch als „Rügenkrimi“ bezeichnen kann. Tatsächliche Eindrücke von der Landschaft gab es keine.

Alles in allem ein Krimi, der mit Ermittlern und Verbrechern aufwartet, die alle ihre Stärken und Schwächen haben dürfen, ohne Klischees zu sein. Eher leichte Lektüre statt Herzrasen.

Sterne 3,5

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