Sonnensegeln

20160329_121846Marie Matissek
Sonnensegeln
Knaur
9,99€
Erscheint: Mai 2016

Krankenpflegerin Marita ärgert sich über ihren Job in Husum und den Alltagstrott in der Klinik. Als sie auf eine verlockende Jobannonce stößt – Pflegerin für einen Unternehmer in Südfrankreich – gibt sie sich einen Ruck und bewirbt sich. Für drei Monate verschlägt es Marita in die Provence auf das Gut einer Unternehmerfamilie, die Rosen und Jasmin für die Parfümindustrie herstellt. Traumhafter könnte es nicht sein – wäre nicht ihr Patient Georges ein Griesgram, sein Sohn Lucien verschlossen und in sich gekehrt, und ihr Verehrer Francois zu gut, um wahr zu sein.

EIGENE MEINUNG

Marita ist lebensfroh, schwungvoll und freundlich im Umgang mit ihren Patienten – es fällt also nicht schwer, sie gleich während der ersten Seiten sympathisch zu finden und gemeinsam mit ihr gut gelaunt zu sein. Dieser Eindruck hat sich dann auch bis ans Ende des Buches gehalten.

Die Parfümstadt Grasse, die Natur der Provence, die Blumenfelder werden während Maritas Erkundungstouren wundervoll beschrieben, so dass man selbst Lust auf Urlaub bekommt.

Die Handlung ist zwar nicht übermäßig aufregend, genau wie es sich für einen Erholungsurlaub gehört, aber es gibt einiges zum Schmunzeln und Marita begegnet stets neuen Leuten, so dass man gerne neugierig weiterliest. Marita kämpft zuerst gegen ihre unzureichenden Französischkenntnisse, dann gegen Navi und Straßenkarten, dann gegen das Wetter – auch hier fühlt man sich an den Urlaub erinnert.

Erst gegen Schluss nimmt „Sonnensegeln“ an Fahrt auf, was das Spannende angeht: Marita und ihr schwieriger Patient George raufen sich zusammen, um seine Beziehung zu Sohn Lucien zu retten, und auch Francois‘ Interesse an Marita lässt auf einmal Zweifel aufkommen, was er eigentlich beabsichtigt.

Die historischen Einschübe eines norddeutschen Auswanderers nach Frankreich im 18. Jahrhundert, die den einzelnen Teilen der Buchabschnitte vorangestellt waren, hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht, aber die Zusammenführung mit Maritas Plotline war immerhin ein ganz netter Abschluss der Sache.

Alles in allem sorgt „Sonnensegeln“ für heitere Urlaubsstimmung und die Romantik kommt auch nicht zu kurz – ein Kurzulraub zwischen zwei Buchdeckeln. Von mir gibt’s:

Sterne 4

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